Desertec: Ab 2019 Strom aus der Sahara

Dennis Härtig am 17. 6. 2009

Strom aus der Wüste: So könnte der Solarpark in der Sahara ab 2019 aussehen (Bild: SF 10vor10)Solarkraftanlagen in der Sahare sollen ab 2019 etwa fünfzehn Prozent des europäischen Stromverbrauchs decken. Das ist die Vision mehrerer internationaler Industrie- und Finanzkonzerne. Diese wollen sich unter deutscher Führung und angetrieben von der Münchner Rück am 13. Juli zu einem internationalen Konsortium zusammenschliessen. In zwei bis drei Jahren sollen dann konkrete Pläne zur Umsetzung eines riesigen Solarparks in der Wüste vorgelegt werden. 400 Milliarden Euro soll in das Projekt investiert werden – auch die schweizerische ABB könnte viele Aufträge erhalten. Dies berichten mehrere Medien.

Technisch machbar ist der Strom aus der Wüste schon heute. Der Strom könnte über Hochspannungsnetze auch unter Wasser nach Europa transportiert werden. In Spanien und Kalifornien gibt es Pilotanlagen, welche Sonnenlicht über Spiegel auf ein ölgefülltes Rohr lenken, damit Wasser verdampfen und Turbinen zur Stromerzeugung antreiben. Dieser Solarstrom sei nur halb so teuer wie bei Photovoltaik-Anlagen, sagt Michael Straub. Er ist Sprecher der Desertec Foundation, die sich schon jetzt mit den Visionen und Ideen befasst, welche am 13. Juli im internationalen Konsortium weiter besprochen werden sollen.

Weiterführende Informationen


  • Video «ABB hofft auf «Desertec»-Grossauftrag», SF 10vor10, 16. Juni 2009




Kommentare

7 Kommentare zu “Desertec: Ab 2019 Strom aus der Sahara”
Dennis HärtigNo Gravatar 19.6.2009 15:51 Uhr

Interessante Diskussion:

Bundestagsabgeordneter Hermann Scheer zum DESERTEC-Konzept: «Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah»
contra
Kommentar der DESERTEC Foundation zu EUROSOLAR- Hermann Scheer

Dennis HärtigNo Gravatar 7.7.2009 16:21 Uhr

NEU: Interview mit Peter Leupp von ABB aufgeschaltet – erschienen im Tagesanzeiger am 5. Juli 2009, siehe Infobox

Elke BergiusNo Gravatar 15.7.2009 10:56 Uhr

Bleibt zu hoffen, dass Afrika für die Benutzung des Bodens genügend entschädigt wird. Ich finde es erschreckend, wenn ich bedenke, dass wir diesen Kontinent auf verschieden Ebenen ausbeuten – Rohstoffe, Bodenschätze, Lebensmittel etc. – und die Einheimischen dank korrupter Regierung und unserem Firmen, die diese Deals eingehen, nichts von allem haben. Ich hoffe auch, dass Afrika sich energiemässig weiter entwickeln kann und wir nicht noch ihren Energiekonsum dämmen wollen, um schlussendlich unseren Energiekonsum zu decken, der leider immer noch nicht gesunken ist!

PatriciaNo Gravatar 28.7.2009 9:37 Uhr

Ich denke, dass man da schon mit dem Land ein bestimmtes Abkommen getroffen hat und dass man nicht davon ausgehen kann, dass Afrika dort ausgebeutet wird. Ich denke, dass damit auch erst einmal die Stromversorgung vor Ort realisiert wird und dass danach erst der Strom zu uns nach Europa kommt.

Portugiesische Politiker - Das deutschsprachige Portugal Forum 29.8.2009 16:43 Uhr

[...] Wasser zu verdampfen bringen um Turbinen anzutreiben. Zum Beispiel hier findet sich ein Artikel Strom aus der Sahara Das h

Portugiesische Politiker - Das deutschsprachige Portugal Forum 3.9.2009 19:36 Uhr

[...] Wasser zum Verdampfen bringen um Turbinen anzutreiben. Zum Beispiel hier findet sich ein Artikel Strom aus der Sahara oder hier Das h

domenik alter 14No Gravatar 28.11.2009 15:54 Uhr

ich finde das gut den die erwachsenen haben sich ja nur die erde von uns gelihen.Und ich habe das auch als hausaufgabe gehapt.Die web sit von ihnen gefelt mir sehr gut.Denn die sonne ist unser licht,leben,und was man noch so braucht.schöne grüsse von Domenim Dirksen.

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