Vancouver 2010: Olympisches Dorf mit EnOcean-Technologie ausgerüstet
Dennis Härtig am 16. 7. 2009
EnOcean-Technologie in einem olympischen Dorf: In Whistler, einem kleinen Ort bei Vancouver werden wäherend der Olympischen Winterspiele 2010 die alpinen Wintersportarten ausgetragen. Die Athleten sollen in bereits existierenden Stadtwohnungen im Viertel Cheakamus Crossing übernachten – die Wohnungen wurden für die Olympischen Winterspiele umgerüstet: Eine extra eingezogene Zwischenwand im Wohn- und Essbereich schuf neue Schlafzimmer. Probleme gab es jedoch bei der Beleuchtung: Weil die eingezogenen Zwischenwände in den Wohnungen nach den Winterspielen wieder entfernt werden, muss auch die elektrische Beleuchtung so ausgerichtet sein, dass sie schnell wieder entfernt werden kann.
Allerdings funktionierten die ursprünglich installierten funkgesteuerten Lichtregler nicht richtig. So passierte es häufig, dass bei Betätigen eines Lichtschalters
das Licht in der Nachbarwohnung an- oder ausging. Der Grund: Es standen nicht genügend Funkkanäle zur Verfügung. Entgegen der allgemeinen Skepsis der Verantwortlichen bekam die drahtlose Technologie dennoch eine zweite Chance. Denn: EnOcean-Lichtschalter kommen ohne Kabel und Batterien aus, weshalb die Wohnungen nach Beendigung der Spiele wesentlich einfacher in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden können. Alle Schalter lassen sich entfernen und an anderer Stelle neu montieren, ohne dass Kabel herausgerissen und neu verlegt werden müssen.
- «EnOcean wird olympisch» von Shawn Pedersen, Zeitschrift Perpetuum, Ausgabe 1-2009, Seite 32 (als PDF)
- Gesamte Ausgabe 1-2009 des Perpetuum von EnOCean (als PDF)







