Glasfaserkrieg in Zürich: Swisscom trickst

Dennis Härtig am 16. 9. 2009

Glasfaserkabel (Symbolbild: Wesley Fryer/www.flickr.com)Der Krieg um den Glasfasernetz-Zugang in den Stadtzürcher Kellern geht weiter. Der Tages-Anzeiger (TA) schreibt in seiner Online-Ausgabe vom 16. September, dass die Swisscom sich jetzt über schwer verständliche Formulare in die Keller der Zürcher Gebäude trickse. So würde das Telekom-Unternehmen so genannte «Site Aquisition Reports» an Hauseigentümer oder deren Verwalter schicken. Das technisch anmutende Papier erteile der Swisscom die Erlaubnis, eine Glasfaserleitung bis in den Keller zu legen, schreibt der TA weiter.

Allerdings regele es nicht, wer für einen Wasserschaden aufkommt, der durch ein Leck in Leitungsrohren entsteht. Oder wer bei einem Umbau die Kosten für die neue Leitung übernimmt. Ein solch vertragsloser Zustand ist für die Hauseigentümer zumindest riskant, so der TA. Laut Swisscom haben dank diesem Kniff 70 Prozent der angefragten Zürcher Hauseigentümer der Verkabelung zugestimmt. Vielen Besitzern dürfte jedoch nicht klar gewesen sein, was sie da unterschrieben haben, resümmiert der TA.

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