Glühbirnenersatz: Philips mit erstem Beitrag zum «L Prize»

Dennis Härtig am 1. 10. 2009

logo_award_lprizeDie Firma Philips hat den ersten Beitrag für den «L Prize» eingereicht. Das berichten verschiedene Fachmedien. Das US-Energieministerium (DOE) hatte bereits im Mai 2008 den «Bright Tomorrow Lighting Prize» zur Schaffung eines effizienten Glühbirnen-Ersatzes ins Leben gerufen. Der «L Prize» fordert von einem LED-Glühlampenersatz eine Lichtausbeute von mindestens 90 Lumen pro Watt (lm/W), einen Verbrauch von weniger als zehn Watt (W) und einen Lichtstrom, der zumindest dem einer 60-W-Glühbirne entspricht.

Doch der Teufel liegt im Detail, denn zusätzlich muss die neue Leuchte eine stabile Lichttemperatur zwischen 2700 und 3000 Kelvin erreichen (warmweisses Licht) und einen Farbwiedergabeindex (CRI) von mindestens 90 aufweisen. Zum Vergleich: Eine normale herkömmliche 60-W-Birne erreicht einen Wert von bis zu 100, was einer perfekten Farbwiedergabe entspricht.

bild_artikel_led_lprizeGrosse Hürde ist der Farbwiedergabeindex

Was es mit diesem Wert auf sich hat, erklärte kürzlich Roberto Mucedero von der Firma iGuzzini im Interview mit der Redaktion Elektrotechnik: «Je niedriger der CRI einer Glühlampe ist, desto schlechter kann man verschiedene Farben von einander unterscheiden. Nehmen Sie eine Gasdampflampe auf einer Strasse. Diese hat einen CRI von 25. Bei einem Verkehrsunfall können Sie nur im Licht dieser Lampe ausgelaufenes Öl nicht mehr von Blut oder anderen Flüssigkeiten unterscheiden.»

16 Monate von der Ausschreibung bis zum ersten Bewerber

Weil die Anforderungen an das Leuchtmittel der Zukunft im Detail also sehr, sehr hoch sind, hat es ganze 16 Monate gedauert, bis mit dem Beitrag von Philips überhaupt der erste Kandidat für den L Prize (Preisgeld: 10 Mio. US-$) vorhanden war. Philips selbst ist jedoch davon überzeugt, dass man mit dem neu geschaffenen Glühbirnen-Ersatz die Anforderungen um einiges übertrifft. Zunächst wird das Leuchtmittel aber in unabhängigen Labors auf Herz und Nieren getestet, bevor ein abschliessendes Bewertung abgegeben werden kann.

Doch CEO von Philips Lighting, Rudy Provoost gibt sich zuversichtlich: «Die Tatsache, dass Philips als erstes Unternehmen ein Produkt einreichen konnte, das den gesetzten Anforderungen entspricht, unterstreicht unseren festen Willen, bei der Entwicklung und Vermarktung energieeffizienter und innovativer Leuchtmittel eine weltweit führende Rolle einzunehmen.»

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Kommentare

3 Kommentare zu “Glühbirnenersatz: Philips mit erstem Beitrag zum «L Prize»”
Peter ANo Gravatar 22.10.2009 13:15 Uhr

Ich finde es wirklich großartig, dass Konzerne wie Philips so sehr darum bemüht sind, etwas für die Umwelt zu tun. Wenn die neuen Energiesparlampen tatsächlich ein Licht produzieren können, welches gleichwertig zu normalen Glühbirnen ist, dann werden in meiner Wohnung zukünftig nur noch solche Lampen zu finden sein.

Mike HelblingNo Gravatar 20.11.2009 12:04 Uhr

Bei dem Preis geht es um Glühlampen-Ersatz auf LED-Basis.
Und die Konzerne wie Philips stecken so viel Geld in die Entwicklung eines entsprechenden Produktes, weil sich damit noch viel mehr Geld verdienen lässt.
Der Umweltgedanke ist dabei also sicher auch vorhanden, aber nicht das wichtigste Argument.

grussss
mike

Die (Licht-)Zukunft hat begonnen « Philips Schweiz Weblog 20.11.2009 21:10 Uhr

[...] sprich hellere Lampen erwarten. Bis jedoch die vor Kurzem von Philips in den Wettbewerb um den L-Prize geschickte 60 alten Watt entsprechende LED-Lampe (s. nebenstehendes Bild) auf den Markt kommt, wird es noch bis Anfang 2011 [...]

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