BiDi: bidirektionale Ladestation

Bidirektionale Ladestation «Helion BiDi» und Elektro-Auto. Heutige Auto-Akkus haben eine Kapazität, die 5- bis 10-mal grösser ist als die eines herkömmlichen Hausspeichers. (Foto: Helion)

26.03.2026
Helion / PW

Gamechanger für die E-Mobilität

Mit bidirektionalem Laden werden Elektroautos zu mobilen, dezentralen Energiespeichern. Bisher fehlte es an kompatiblen Ladestationen und die Anschaffungskosten lagen bei über 10‘000 Franken. 2026 lanciert Helion für den Schweizer Markt eine kompatible und bezahlbare bidirektionale Ladestation für 3300 Franken inklusive passenden Energieprodukten.

Die Hersteller von Ladestationen, Elektrofahrzeugen und Energiemanagementsystemen stehen vor der Herausforderung, Produkte zu entwickeln, die sowohl den geltenden Normen entsprechen als auch untereinander kompatibel und zudem wirtschaftlich wettbewerbsfähig sind. 2026 wird die Amag-Tochter Helion ein entsprechendes, innovatives Angebot für Privatkundinnen und -kunden sowie Unternehmen mit e-Flotten auf den Markt bringen. Damit wird bidirektionales Laden (BiDi-Laden) erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. «Über Bidirektionalität haben wir lange gesprochen, nun ist sie endlich da und wird der breiten Bevölkerung zugänglich gemacht. Das bietet enormes Potenzial», betont Noah Heynen, CEO Helion Energy AG. 

Tagesgang-Grafik zeigt die Möglichkeiten mit Haus-Stromspeicher und Auto-Akku. (Grafik: Helion)

Tagesgang-Grafik zeigt die Möglichkeiten mit Haus-Stromspeicher und Auto-Akku. (Grafik: Helion)

Bidirektionale Ladestation «Helion BiDi». (Foto: Helion)

Bidirektionale Ladestation «Helion BiDi». (Foto: Helion)

Gezielt laden, speichern und entladen
Beim bidirektionalen Laden können Elektrofahrzeuge nicht nur Strom aus dem Netz beziehen, sondern auch selbst Energie ins Haus oder zurück ins Stromnetz speisen. Bietet der lokale Energieversorger dynamische Tarife an, kann die Autobatterie gezielt dann geladen werden, wenn die Strompreise tief sind. Später lässt sich der gespeicherte Strom entweder für die eigene Mobilität und das eigene Haus nutzen oder – bei höheren Preisen – ins Stromnetz zurückführen. Auf diese Weise lassen sich Stromkosten senken, sowohl mit als auch ohne PV-Anlage.

 

Automatisierte Vermarktung von Flexibilitäten
Dank bidirektionalem Laden und der Steuerung Helion One, können Autobatterien zukünftig dazu beitragen, das Schweizer Stromnetz zu stabilisieren: Sie nehmen Strom auf, wenn ein Überschuss besteht, oder geben Strom ab, wenn zu wenig im Netz vorhanden ist. Helion One vermarktet die Autobatterie automatisiert am Flexibilitätsmarkt, wodurch sich attraktive Einnahmen generieren lassen. Die Zusatzkosten einer BiDi-Ladestation lassen sich so schnell amortisieren.

 

Mehrere Tage Autarkie und höherer Eigenverbrauch mit BiDi möglich
Eingebunden ins heimische Energiesystem ermöglichen Autobatterien einen autarken Betrieb des Hauses über mehrere Tage hinweg, da ihre Kapazität häufig fünf- bis zehnmal grösser ist als die eines herkömmlichen Hausspeichers. Dies ermöglicht auch eine deutliche Erhöhung des Eigenverbrauchs, da noch mehr eigenproduzierter Solarstrom im Haus verwendet werden kann, was wiederum die Stromkosten senkt und die Mehrkosten für eine BiDi-Ladestation rechtfertigt.

 

Mit e-Flotte Lastenspitzen glätten
Unternehmen, welche hohe Lastspitzen aufweisen, können mit der intelligenten Steuerung Helion One und der Helion BiDi-Ladestation den Auto-Akku nutzen, um Lastspitzen zu glätten. Dafür wird zu Spitzenzeiten Strom direkt von der Autobatterie bezogen. Dadurch reduzieren sich die Lastspitzen und damit sinken auch die Stromkosten.

 

helion.ch .. Bidirektionales Laden. Mit Erklärvideo „Was ist bidirektionales Laden?“ (1.5 Min.)

 


Helion Energy AG
bietet Gesamtlösungen im Bereich Installation und Vernetzung von Solaranlagen, Stromspeicher, Wärmepumpen und Ladestationen an. Die eigens entwickelte Plattform Helion One™ optimiert den Eigenverbrauch und steigert das Verkaufspotenzial des überschüssigen Solarstroms massiv. Helion Energy AG wurde 2008 gegründet, hat rund 450 Mitarbeitende an sechs Standorten in der Schweiz. Sie ist seit 2022 Teil der Amag-Gruppe.


 


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